Pre-Evo-Sunday Bremen und umzu
02.Oktober 2011

2. Oktober – Erntedankfest in diesem unserem Lande und die PreEvos im Norden treffen sich zum PES.
Soweit alles Bingo und wie immer sieht die Wetter-Fee das auch so und schaltet auf „Sonne satt“, nicht nur im Herzen, sondern auch „on the road“.

11:00 Uhr 2. Frühstück bei dem „Wild Vikings MC“ in der Hemmstraße.
Man kommt recht behindert dort an, da am gleichen WE auch noch der Bremen Marathon stattfindet. Aber in dem bunten Haufen (meist in schwarz gekleidet) sind schon einige PreEvo-Leute zu finden. Die Moppeds auf dem Platz davor waren aber leichter zu sichten. Das Frühstück ist ohne Kritik, einfach mal so. Für 5€ gibt das gut und satt, alles 1A. Und die Atmosphäre in dem Club-Haus war total entspannt – chillig, wie man heute ja oft mal sagt, fühlt sich bestimmt so an. Nette Schwätzchen und guter Mampf, mit Kaffee satt, da geht die Zeit um wie nur was und schon war es 13:00 Uhr und Aufbruch.

Die ganze Zeit trudelten die Alteisen von überall her ein und bei der Abfahrt staunte man nicht schlecht wie viele PreEvos sich formierten. Locker über Zwanzig, eher an die Dreißig ran, standen in Doppelreihe auf der Hemmstraße als sich der Pulk donnernd in Bewegung setzte.

Jürgen hat mal wieder eine Strecke durch die niedersächsische Pampa ausgesucht, die keine Wünsche offen ließ, was Landstraße und Landschaft anging. Alles da und auch wieder rennende Pferde und Landvolk in freizügiger Kleidung (bei den beiden Hübschen auf den Rennrädern haben aber alle Kerle unseres Trosses den Finger von der Hupe gelassen und nur unmerklich den Kopf gedreht, ob der tiefen Einsichten im sonst eher monotonen Flachland). Kurz danach ging der Weg auch noch durch Fickenmühlen (hinter Bad Bederkesa auf der L119) und mir wurde klar in was für einer Gegend wir hier sind.

Nun denn das Ziel war ja der Motorradtreff Dorum, den wir dann auch über übelste Landstraßen erreichten. Ich weiß nun warum ich im Winter meine kaputten Fournales instand setzen werde, die progressiv sind und nicht durchschlagen. Junge Junge, was für Schlaglöcher hier im dünnbesiedelten „Outback“ toleriert werden. Sagenhaft – zumal wenn man in Zweierreihe am Straßenrand fährt.
Übern Weserdeich an den malerischen Hafen von Dorum. Leuchtturm auf Stelzen und ne Budenburg – alles wie erwartet. Die Parksituation stellte sich sofort als Problem dar, da man offensichtlich NICHT auf uns gewartet oder mit uns gerechnet hatte. Grins, also verteilt sich der Pulk und die Schlachtrösser mischen sich unter das Volk – Fahrer wie Moppeds lösten sich in dem Gewusel auf wie Benzin auf heißem Motorblock. - War schon kurzweilig in so einem total anderen Biotop anzukommen.

Diverse Autofahrer kamen mit der besonderen Situation offensichtlich nicht so gut klar und die Freundlichkeit einiger Mitfahrender hielt sich diesbezüglich in engen Grenzen. Mopped wegschieben erst nach ausgekosteter Showeinlage „Ausparken ala Hallervorden, palimpalim“. - Kurzweilig.

Auch so ein Held mit nem Fahrzeug das vorne zwei Räder hatte und aussah wie aus dem „Krieg der Sterne“ gefallen, hatte große Not wieder in sein Universum zu finden. Schlimm wurde es für den „Darth Vader“ dann als irgendwas von seinem Vogonenkreuzer an dem hochgezogenen Fish-Tail eines unserer Shovels hängen blieb. Das Geräusch was laut, der Schaden aber mehr emotional, da bekanntlich Plastik immer gegen Stahl verliert. Nachdem sein Kumpel ihm versicherte, dass da nichts am Shovel ist, trollten sie sich und fahren bestimmt glücklich bis an Ende ihrer Tage, rätselnd was ein Auspuff auf Rückspiegelniveau zu suchen hat.

Die Buden und deren Angebot harmonierten sehr gut mit dem Wetter und somit war alles smooth und easy. Nur die PreEvos verliefen sich die ganze Zeit, mangels gemeinsamen Sammelplatzes, in alle vier Himmelsrichtungen. Mit Sicherheit hatten wir alle ne Bombenzeit und alles war nett mal zu sehen. Wenn man sich kannte, gab es auch nen Smalltalk und wenn man sich nicht kannte, einfach ein „Hallo“.

Wie sich andere Motorradfahrer so am Wochenende ihr Hobby gut gehen lassen und wie an dem Treffpunkt ein „Show up“ and „Show off“ stattfand – nett zu sehen, aber auch nicht so spektakulär – die Biker werden halt alle älter und mit schwindendem Testosteron bleibt die Gashand auch ruhig. Nur für einen sich selber organisierenden PES ist Dorum da absolut ungeeignet, da es keine echte Klönecke gibt und auch keinen echten Antrieb zum Klönen. Wird also als PES dort ne einmalige Sache bleiben, tipp ich und der Nächste wird diese Erkenntnis berücksichtigen, das der Pre Evo Sonntag auch ein Pre Evo Stammtisch sein soll, an dem aus den Nicknames Gesichter und Gespräche werden können.

Diverse kleine Pannen hat das auch gegeben – aber nicht der Rede wert oder gar doll. Der einzige echte Beat war der Platten der Schleswig Holsteiner – der aber auch mittels ADAC-Kompressor und Iron Wings „Sonntags-Spezial-Service“ eigentlich kein Thema war.

Fazit ist das es ein echt cooler Sonntag im Sonnenschein war, den man genau richtig auf der Bahn verbracht hat. Treffen 1A (wird wohl wiederholt werden, als Treffpunkt), Fahrt sehr schön und nett. Endtreff wäre jede Frittenbude am Waldrand besser gekommen. Selbst ein netter Platz mit Einweggrills und Picknick-Selvservice ist für einen PES funktionaler. Nichts gegen Dorum – für alle die nen wirklich schönen Platz suchen um am WE irgendein Ziel zu haben – 100%ig geeignet für ne Sonntagstour – nahezu nicht besser zu denken. Aber für nen PES eben ungeeignet.

So wie ich das sehe sind alle aber zufrieden und gut wieder in ihre Burgen zurückgekommen und hatten sicherlich nen guten Tag. Und damit dann bis zum nächsten PES in/um Bremen.

Maruski