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GMC Pickup Truck Restauration: Aus 2 mach 1 Jeder hat so seinen Laster. Meiner ist ein 1994er GMC K1500 Sierra SLE Fleetside mit puffig roter Innenausstattung, der seit 2007 zur Familie gehört. V8, 5.7 Liter [350cui], Small Block, Benziner [TBI] mit Autogas-Umrüstung. Allrad?- Logo. Ursprünglich lief er mal in Kanada und wurde 2004 in unsere Gefilde exportiert. Nach zwei weiteren Vorbesitzern ist er dann bei mir gelandet. Damals hab ich ungefähr zwei Monate rumgeeiert, hin- und her überlegt "Soll ich oder soll ich nicht!?" Aber wie's so iss...wenn der Gedanke einmal da ist, ist es schwer davon wegzukommen. Und die Probefahrt hat den Versuch rational zu denken nicht gerade leichter gemacht. - Also gekauft das Ding. Als ich ihn kaufte war er vorne tiefer gelegt [Warum legt an ein Allradfahrzeug tiefer?!] und eher auf Street-Tuck gemacht. In früher Jugend Colt Seavers geschädigt, kann ich natürlich nicht im Besitzt so'ner Kiste sein ohne ihn höher zu legen. Als erstmal zurückrüsten auf Normalniveau. Später folgte dann ein 2" Leveling-Kit vorne und ein 2" Block-Kit hinten. Danach 33er Reifen auf 16" Felgen mit groben Offroadprofil und "schon" kam er wesentlich standesgemäßer daher. |
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Ein klitzekleines Rostproblem: Entweder waren's die kanadischen Winter, oder die Winter in unseren Gefilden haben ihm den "Dolchstoss des Rosts" verpasst. Nach und nach gammelte der Dicke an allen Ecken und Kanten. Auf den ersten Blick stand er noch nicht so schlecht da, auf den zweiten Blick war der Rostfraß aber doch schon richtig übel. Schweller ringsum völlig fertig, Radläufe eigentlich nicht mehr vorhanden, Bodenblech recht dünn, Rahmen komplett braun. Eigentlich hatte ich den Plan, zusammen mit ein paar Kumpeln, zu reparieren wo man so hinkommt. Ein paar Bleche hier und da, ein bißchen Lack und fertig. Bis dann mein Kumpel Stefan eines NACHTS anrief und aufgeregt was von einem Teileträger erzählte, den er im Internet gefunden hätte. "Ohne Motor und Getriebe. Aber die Blechteile so gut wie rostfrei!" - Also...Planänderung. - Wir machen das RICHTIG und bauen aus zweien, einen! |
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Der Grüne: Der angebotene Pickup stand in der Nähe von Bochum. Ein grüner '94er Chevy C1500, 6.5 TD. Ohne Motor und Getriebe. Bis auf Ausstattungsdetails und kleine Details wie z.B. die Kühlergrille sind die Fahrzeuge innerhalb der Serien von GMC und Chevrolet baugleich. Allerdings sind die Rahmen der C1500 und K1500 Modelle nicht zueinander kompatibel, da K-Modelle über Allrad verfügen und C-Modelle nur Heckantrieb haben. - Ich habe einen K1500, dies ist ein C1500. Ich habe einen Benziner, dies ist ein Diesel. Ich war erfreut überrascht als ich den Truck unter die Lupe nahm, denn bis auf die total zernagelte Motorhaube und durchrostete hinteren Kabinenecken waren die Blechteile in super Zustand. Die Kabinenecken gibt's als Reparaturbleche und die - kein Problem. Außer den Blechteilen war mir das Drumrum eigentlich wurscht, obwohl auch der Rest in relativ gutem Zustand war. Die Inneneinrichtung war schon etwas abgerockt und vollgequarzt, aber da ich eh gerne meine puffig rote Einrichtung behalten wollte, spiele das auch keine Geige. Nach kurzer Verhandlung waren wir uns einig, ich fuhr nach Hause, mietete einen ultra langen Autotrailer und kachelte mit meinem Pickup wieder nach Bochum um den Grünen abzuholen. Leider hielt der Hänger nicht das versprochene Gewicht so, dass die Schutzbleche auf den Reifen auflagen. - Nachdem ich mich wieder abgeregt hatte, luden wir den Grünen wieder ab, ich fuhr nach Hannover, gab mit ein paar sehr freundlichen Worten den scheiss Hänger zurück und ... dann stand ich da und grübelte wie ich den Trümmer aus Bochum wohl halbwegs finanzierbar in die heilige Halle meiner Kumpels befördern könnte. Wie das so iss...da kannte dann jemand einen, der einen kennt, der einen Bekannten... jedenfalls konnte ich mir einen 1a Toyota Abschlepper ausleihen und damit dann endlich den Grünen abholen. Aus Platzgründen und weil ich's alleine überhaupt nicht schaffen würde diese Restauration vorzunehmen, entschied ich mich auf das Angebot einzugehen und das Projekt in der Halle meiner Kumpels durchzuziehen. |
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Der Plan: Der Grüne wird komplett zerlegt. Die Blechteile kommen zur Seite und die Teile die wir nicht brauchen werden wieder verklingelt. Nachdem der Grüne zerlegt ist, geht's meinem an den Kragen. Komplett zerlegen, Kabine, Kotflügel & Ladefläche auf den Schrott, Motorhaube, Stossstangen und Heckklappe zur Seite. Rahmen sandstrahlen und lackieren und dann wieder auf meinem alten Rahmen neu aufbauen. - Und wenn man dann schon mal dabei ist, soll er gleich noch höher und fetter aus dem Roststaub auferstehen! Wie schon erwähnt sind die Rahmen der C-Modelle leider nicht baugleich mit denen der K-Modelle, sonst hätte ich wahrscheinlich auf dem Rahmen des Grünen aufgebaut. Sei's drum. Anfang September 2010: Startschuss. Wir zerlegen den Grünen. Eigentlich war er fast zu schade zum Schlachten, aber was sein muß, muß sein... Ende September 2010: Der Grüne war fix kleingeschraubt und alles Brauchbare gebunkert. Keine besonderen Vorkommnisse. Ursprünglich hatten wir die Idee aus dem hinteren Rahmenteil, der Hinterachse und meiner alten Ladefläche einen Anhänger zu bauen...aber irgendwann iss auch mal gut. Außerdem stellten sich einige Halter und Querstreben meines Rahmens später als so vergammelt heraus, daß wir die Teile aus dem Rahmen des Grünen trennten. - Der Rest kam zum Schrott. |
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Die [vorerst] letzte Fahrt Ende Oktober 2010. Schon ein echt blödes Gefühl die letzte Fahrt zur Halle, bevor es meinem Truck ans Leder geht. "Soll ich das wirklich tun? Oder vielleicht doch besser einfach irgendwie reparieren was unbeding sein muß..oder einfach verkaufen und viel Zeit, Nerven und Geld sparen?" Schnell nochmal zur Waschanlage um den Schmodder abzuwaschen und dann irgendwie schwermütig die letzten Meter zur Halle. Nummerschilder ab, zur Zulassungsstelle und erstmal abmelden. - Ich denke, das Projekt wird sich "etwas" hinziehen. Schwer zu planen wie lange so eine Restauration dauern wird. Am Truck zu schrauben wird für mich aus Zeitgründen meistens nur an den Wochenenden machbar sein - und auch da hat man ja mal was anderes auf dem Zettel. Nun ja...dann dauert's eben. Also los geht's. Mit der Erfahrung vom Zerlegen des Grünen ging's recht fix ans Werk. Ab muß eh alles. Möglichst viele Bilder machen um später notfalls mal was nachschauen zu können, ansonsten einfach erstmal alles auseinander. Gar nicht so einfach, denn wie das beim Autoschrauben so iss, ist immer alles völlig vergammelt, fest und vergnaddelt. Je mehr wir zerlegten umso stärker kam der tatsächliche Zustand des Trucks zu tage. - Übel, übel. Diverse Ausflüge in den Offroadpark haben zudem ihre Spuren hinterlassen und so gut wie überall rot-braune Pampenkruste abgelagert. Eins ist klar, nach dem Wiederaufbau sieht der Pickup garantiert höchstens noch den Parkplatz des Offroadparks. Da ich ja die abgerockte Innenausstattung des Grünen nicht übernehmen wollte, haben wir auch meine komplette Innenausstattung ausgebaut und erstmal eingelagert. Die wird dann später in die Kabine des Grünen eingebaut. "Geil" was zum Vorschein kam als sich das Kabelwirrawar im Motorraum lichtete. Der Vorbesitzer hatte den Pickup von einer so genannten Fachwerkstatt [ich habe die Rechnung] auf Autogas umrüsten lassen. Das was diese fLachwerkstatt da als Verkabelung abgeliefert hatte ist echt der Hammer! Die Kabel einfach so zusammengezwirbelt und mit Isoband umwickelt. - Meisterbetrieb! Na denn.... Die vorhandene Hebebühne der Jungs machte die Demontage der Kabine, wie übrigens auch beim Grünen so praktiziert, zum Kinderspiel. Nachdem die Kabine runter war, ging's mit der Ladefläche weiter. Erstmal alles raus und dann runter damit. - Ein Wunder das die Verbreiterungen der Radhäuser noch gehalten haben, denn die Radläufe waren eigentlich nicht mehr wirklich vorhanden. Als die Ladefläche runter war zeigte sich wie rottig der Rahmen stellenweise tatsächlich war. Spätestens hier war ich froh doch das "große Menü" gewählt zu haben, denn einfach mal hier und da ein Bißchen reparieren hätte so gut wie nichts gebracht. Die Querträger der Rahmen sind vernietet und somit war's nicht so wild die vergammelten raus zu nehmen und gegen die baugleichen des Grünen zu ersetzen. Der online ersteigerte Werkstattkran Baujahr 1973 hatte leichte Probleme mit dem Hydraulikzylinder, den ich danke Shovel-head.com-Connection günstig und schnell reparieren lassen konnte. - Mit dem "roten Baron" haben wir dann die Antriebseinheit aus dem Rahmen gehievt und danach die Achsen demontiert. Bevor irgendwas mit dem Rahmen passieren konnte, mußten erstmal die völlig vergammelten Kabinen- und Ladeflächenaufnahmen instand gesetzt werden. Ein Kumpel hat mir hierzu nach Vorlage dicke Stahplatten gefräst die wir angeschweißt haben. - Besser wie neu. Februar 2011. Nachdem ich mich schlau gemacht hatte was es für Optionen gibt den Rahmen zu sanieren habe ich mich für Sandstrahlen und Lackieren entschlossen. Verzinken war zu riskant, da das Risiko des Verzugs mir zu groß war. Ich entschied mich für einen dickschickt Chassislack, der auf auf Baumaschinenfahrgestellen verwendet wird. Das sollte auch für den Pickup ok sein. - Also ab mit dem Rahmen zum Strahlen und Lacken. Motor und Getriebe sind technisch ok. Der Motor hat keine auffälligen Ölverbrauch und das Getriebe schaltet problemlos. Optisch mußte aber irgendwas passieren denn so versaut kommt mir das Zeug nicht in die "neue" Karre! Putzlappen und Bremsenreiniger...kann man machen, aber ich wollte schon möglichst in diesem Leben nochmal damit fahren. Nach etwas Recherche fand ich eine Werkstatt die über ein mobiles Trockeneisstrahlgerät verfügen. Das war der Plan. Rauf auf den Anhänger und weg damit. |
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Der Neuaufbau Februar 2011. Während Rahmen, Motor & Getriebe sich beim Strahlen vergnügen, kümmer ich mich schon mal um die Hinterachse. Sie lief ebenfalls problemlos und machte keine verdächtigen Geräusche, also gibt's hier nur kosmetisches Programm. Einmal entrosten und Neuanstrich. Ende Februar waren der Rahmen und die Antriebseinheit wieder in der heimatlichen Halle. Der Rahmen ist absolut TOP geworden!! Das Resultat des Trockeneisstrahlens hat mich,ehrlich gesagt, etwas enttäuscht. Dreck und Gammel waren zwar runter, aber die alten Oberflächen hat's kein Bißchen aufgefrischt. Ok..vielleicht habe ich mir da einfach zuviel von versprochen. Immerhin sind die Oberflächen nun so, daß man mit Farbe arbeiten könnte. Nachdem sich für meine alten Blechteile kein Käufer auftrieben ließ - weiß gar nicht warum..das Neue war da kaum von wech - kümmerte sich die Stichsäge darum. Wieder so ein leicht wehmütiger Moment als ich die handlich gestückelten Teile dann im Frühjahr zum Schrott brachte... Bisher war der Pickup 2" höhergelegt. Hinten mit Blöcken unter den Blattfedern, vorne mit einem Leveling-Kit bei dem stärker gekröpfte Einstellschlüssel auf die Drehstabfeden gesetzt werden, was im Endeffekt bewirkt, daß das Fahrwerk komplett vorgespannt [ausgefedert] wird und die Karre dadurch vorne höher kommt. Fährt sich wie Manta nur in Hoch. Einfach nur knüppelhart. - Dafür billig. Auf die Nummer habe ich allerdings keinen Nerv mehr und darum mußte ein anständiges Lift-Fahrwerk her. Ich habe mich für ein Rough Country 4-6" Kit entschieden. Hinten kommen 4" Blöcke und ein Add-a-Leaf [Zusatzblattfeder] zum Einsatz, die Vorderachse wird entsprechend komplett umgebaut. Das Kit macht einen soliden Eindruck und der Preis war vertretbar. - "Ultra Offroad" hat sich nach dem Neuaufbau eh erledigt. Wir popel noch immer an jedem Teil die Kruste der früheren Offroadeinsätze ab. Unglaublich wo das Zeug überall sitzt. |
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Mai 2011. Schon Mai. So wirklich was war in der letzten Zeit nicht passiert. Die Blattfederpakete sind inzwischen überarbeitet. Zerlegt, gesandstrahlt, lackiert wieder zusammengebaut und außerdem mit Polybuchsen neu gebuchst. Die oberen und unteren Querlenker sind ebenfalls gestrahlt und beschichtet. Dazu gab es neue obere und unter Traggelenke und neue Polybuchsen. |
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Mitte Juni 2011. Wieder mal sind ein paar Wochenenden ins Land
gegangen ohne das was am Pickup passiert ist. Aber wie das so iss...wenn mich einer fragt "Auto schrauben oder Schlafsack aufrödeln und mit'm
Shovel los?" dann fällt mir die Entscheidung leicht..."Was für'n Auto!?" :-) Ich war zwischenzeitlich auch echt schon schwer abgenervt von vergammelten Teilen, abgerissenen Schrauben und dem verdammten Dreck aus dem Offroadpark. Aber da muß man bei so einer Aktion eben durch. Los geht's also mit dem Fahrwerkseinbau! Endlich mal neue, saubere Teile verbauen. Die Motivation steigt. Endlich können wir mal Teile an den Rahmen schrauben, statt sie davon irgendwie loszuboken. Nachdem die ersten Träger des neuen Fahrwerks [6" Lift] eingebaut sind, kann auch das vordere Verteilergetriebe wieder montiert werden. - Ich hatte es damals mit zum Trockeneisstrahlen und wollte es ursprünglich so einbauen. Die alte Alu-Optik hat aber nun überhaupt nicht mehr zu den schick neuen schwarzen Teilen des Fahrwerks gepaßt, so daß das Getriebe später nachträglich ebenfalls in ein freundliches Schwarz gehüllt wurde. Die Dreieckslenker sind ebenfalls montiert. Ich warte auf neue Radnaben aus den USA. - Der Kleinwagen im Bild ist übrigens der Blazer meines Kumpelz Stefan. |
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Juli 2011. Die neuen Timken Radnaben sind eingetrudelt. Die Achsschenkel sind inzwischen ebenfalls gestrahlt
und beschichtet und zusammen mit den Antriebswellen wieder an ihrem Platz. Die Antriebswellen samt Manschetten waren ok, so das sie nur ein bißchen Farbe
gebraucht haben. Nachdem die Vorderachse somit inkl. neuer Stossdämpfer komplett war konnten wir die Drahstabfedern wieder einbauen. Die sind natürlich ebenfalls gestrahlt und mit Chassislack lackiert worden. Außerdem sitzt das Lenkgetriebe wieder am Rahmen. Als nächstes kamen die Hinterachse und die aufgearbeiteten Blattfederpakete wieder an ihren altangestammten Arbeitsplatz. Zusammen mit 4" Blöcken um die Karre auch hinten entsprechend anzuheben. Weitere 2" kamen durch eine zusätzliche Feder in die Federpakete. Hinten gibt's natürlich ebenfalls neue Stoßdämpfer. Rough Country 2000-irgendwas GasShockBlingBling..jedenfalls die Upgradeversion der 0815-Dämpfer. Tjoa...und schon steht die Karre wieder auf eigenen Rädern! - Kinderspiel.... |
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August 2011. Wie schon oben geschrieben sah mir das Vorderachsgetriebe auch nach dem Trockeneisstrahlen
einfach zu gammelig aus. Zumal ringsrum alles in schick neuem Schwarz "leuchtet". Also hat das Getriebe noch'nen Anstrich bekommen und paßt nun viel
besser zum Baustellengesamtbild. - Back in Black! Außerdem sind die hinteren Trommelbremsen inzwischen komplett überarbeitet. Radbremszylinder, Federn, Beläge und Trommeln neu. Weg mit dem alten Scheiss. Eine kleine Umbaumaßnahme haben wir noch an den Drahstabfedern durchgeführt. - Meine alte Höherlegung erfolgte, wie eingangs mal beschrieben, durch stärker gekröpfte Drehstabschlüssel. Aus Ermangelung der originalen Schlüssel, haben wir probehalber beim Fahrwerkseinbau wieder die stärker gekröpften Schlüssel verbaut. Da die Karre damit aber wieder so knüppelhart war das vorne so gut wie Null-komma-nix federte, habe ich originale Schlüssel besorgt. Wir haben die Leveling-Keys [so schimpfen die sich] gegen die Originalen ausgetauscht und ... oh Wunder .. mein "Auto" hat ne Federung! |
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September 2011. Wie das Vorderachsgetriebe machten auch Motor und Getriebe trotz Trockeneisstrahlens irgendwie
'nen gammeligen Eindruck. So wieder einbauen war keine Option, ich hätte mich jedes Mal geärgert den ranzigen Kram zu sehen wenn ich die Motorhaube
aufgemacht hätte. Also bringen wir mal wieder Farbe ins Spiel. Ich hab eh schon ewig und drei Tage damit verbracht, mir über das künftige Lackkleid meines
amerikanischen Qualitätsfahrzeugs Gedanken zu machen. Kreativ bin ich bei "vielleicht irgendwie so wie der Shovel" gelandet. - Also kann der Motor auch mal
"irgendwie so" getüncht werden. Der Plan: Motor Kupfer, Getriebe schwarz matt...und weg mit den gammeligen Ventildeckeln! Vorbereitend haben wir eine spezielle Motorlack-Grundierung aufgebracht. Danach den Lack und abschliessend auf dem Motor eine dritte Schicht Motor-Klarlack der die Farbe wirklich temperaturfest machen soll. - Ich bin gespannt ob er das tut... - Nachdem der Trümmer trocken war, haben wir ihn wieder in den Rahmen verpflanzt. |
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Dezember 2011 / Januar 2012. Frag mich - ich weiß es nicht wo die Zeit geblieben iss. Ich war ein paar
Wochenenden beruflich unterwegs, dann die Custombike Messe auf der ich mit der BAKERy [www.bakergetriebe.de]
ausgestellt habe, Weihnachten und schon iss 2012. Aber natürlich geht's weiter. Mittlerweile thronen schicke polierte, gerippte Ventildeckel von Cooleparts [www.cooleparts.de] als Ersatz für die ranzigen Originalteile auf meinen Zylinderköpfen und dazu steht die Fuhre nun auf neuen Mickey Thompson Classic Lock Alufelgen in der Dimension 15x10 mit Cooper Discoverer STT Pellen in 35x12.5 R15. Und wo ich hier nun schon beim Verlinken und der Werbung bin, meine erste Anlaufstelle für Ersatzteile ist der Truckshop in Lüneburg [www.truckshop.de] In Vorbereitung auf den Bau einer kompletten Edelstahlauspuffanlage habe ich lange nach Auspufftöpfen gesucht deren Klang mir gefällt. In meiner alten originalen Anlage verrichtete irgendein 0815-Dämpfer seinen Dienst und sorgte für einen dumpfen, sonoren Sound der mir wirklich gut gefiel. Flowmaster und Magnaflow sagten mir irgendwie nicht so zu, zumindest nach allem was ich mir im Netz so an Soundfiles anhören konnte. In meinen Ohren zu plärrig, rotzig, krächtzig. - Bis ich in einem US-Truck-Forum auf Spintech-Dämpfer gestossen bin. 1a Klang, mächtig dumpf und angenehme Lautstärke. Ich hab nämlich keine Lust nach 50km Fahrt abgenervt in der Karre zu hocken weil man sein eigenes Wort nicht versteht. - Iss ja eben ein Auto und kein Mopet. Nach Einwurf kleiner gefalteter Scheine in Plastikform klingelte Herr DHL Express an der Werkstatt, drückte mir 'nen Karton in die Hand und sagte "Da haste Spintech". Bin gespannt was die Spintech Pro Street 6000 dann später wirklich von sich geben. [www.spintechmufflers.com] Baustelle: LPG-Tank Bisher war der Gastank auf der Ladefläche direkt hinter der Kabine platziert. Kann man machen, ist aber irgendwie unpraktisch weil dabei ungefähr ein halber Meter Ladeflächentiefe flöten geht. Also her mit einem Unterflurtank, möglichst groß bitte. Die 102 Liter Bruttokapazität sollten ausreichen. Der Tank hängt nun an zwei kunststoffbeschichteten Querträgern die mit dem Fahrzeugrahmen verschraubt sind. Baustelle: Benzin-Tank Da der Dieseltank des Grünen baugleich und zudem in wesentlich besserem Zustand als mein alter Benzintank war, wird her künftig zum Einsatz kommen. [Prost Stefan, danke für's Ansaugen!] Abgeschliffen und mit Chassislack lackiert sitzt er er nun auch wieder an seinem Platz. - Einzig die In-Tank-Benzinpumpe/Sendereinheit muß noch ausgetauscht werden. Diesel- und Bezinerversionen sind unterschiedlich. - Meine war eh...genau....vergammelt. Die nächste Ladung Kleinteile und Halter sind vom Kunststoffbeschichten zurück und größtenteils montiert. An dieser Stelle sei mal die 1a Arbeit der Firma Jürgens [www.sandstrahl-juergens.de] in Hameln erwähnt. Hier wurde auch der Rahmen gestrahlt und lackiert und alle sonstigen Teile beschichtet. |
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Februar 2012.
Bei kuscheligen MINUS 10 Grad in der Halle macht die Schrauberei gleich doppelt so viel Spaß. Nachdem der Gastank montiert war, konnte die Anhängerkupplung wieder an Ihren Platz. Bei näherer Betrachtung war sie mir dann aber doch schon zu gammelig um sie einfach so wieder anzubauen. Also ab damit zum Strahlen und Beschichten. Nun ist sie ebenfalls "Back in Black" und montiert. Gute Wahl, sie nicht so ranzig wieder anzubauen. Spasseshalber haben wir danach mal die Stoßstange drangesteckt. Die obere Stoßstangenkante thront nun in 1,03 Meter Höhe. Hillbilly-olé! Das läßt ahnen wie hoch der Karren hinterher wirklich wird! Hallenkollege Paul, seines zeichens passionierter Edelstahlverarbeiter, hat sich mal der Spintech-Auspufftöpfe angenommen und ein wenig drauf rum poliert um die Schweissnähte zu reinigen und den Einbrand zu entfernen. Außerdem...polierte Auspufftöpfe - das hat schon was. Inzwischen sind meine Fächerkrümmer aus den Staaten eingetrudelt. Hooker Competition Edelstahl Long Tube, poliert. Nun ja...was auch immer man bei der Firma Hooker Headers so unter "poliert" versteht. Hier würde man dazu wohl sagen "geschliffen und vielleicht kurz versehentlich an die Polierscheibe gekommen". Paul hat sich auch ihnen angenommen und nun sieht das so aus, wie ich's mir vorgestellt habe. - Danke Paul! Einige Gewinde der Krümmerbefestigungsschrauben mußten noch nachgearbeitet/gebuchst werden. Ich habe hier Time Sert Einsätze verwendet, damit's vernünftig hält. Die Krümmer sind montiert und wir können beginnen die restliche Auspuffanlage zu bauen. .. Wenn ich nur schon wüßte wie die Rohe verlaufen sollen.... Auch die Anbauteile am Motor komplettieren sich so langsam wieder. Der Viskosekupplung des Lüfterrads hat eine kleine Schleifüberarbeitung bekommen und integriert sich nun auch 1a ins Gesamtbild. Das Gehäuse des neuen automatischen Riemenspanners sah so original matt nicht genug nach Bling-Bling aus, so das ich da auch mal fix mit der Polierscheibe bei bin. Die Kardanwelle [einteilig, Alu] habe ich irgendwann im letzten Herbst bereits lackiert. Die Enden haben wir poliert. Mit neuem vorderem und hinterem Kreuzgelenk ist sie nun ebenfalls wieder eingebaut. - Kleines Problem...durch den Fahrwerkslift hat sich der Winkel der Kardanwelle so verändert, daß nur noch wenige Millimeter Luft zwischen Welle und einer der unteren Rahmenquerstreben ist. - Da müssen wir uns noch was einfallen lassen. Am nächsten Wochenende haben wir uns nochmal der Sache mit der Kardanwelle angenommen. Problem erkannt, Problem gebannt. Die Blöcke unter den Blattfedern sind einem klassischen Fall von "gepennt" zum Opfer gefallen. Sie sind wenige Millimeter keilförmig und wir haben sie schlicht und ergreifend falschrum montiert. Also alles wieder auseinander und die Blöcke umdrehen. Nun sieht das etwas besser aus mit dem Freigang zwischen Welle und Träger. Wir haben die ganze Fuhre mit abgeschraubten Blattfedern, also nur an den Dämpfern hängend, hinten angehoben. Die Welle berührt den Träger nicht. Sollte also passen. Die neuen Bremssättel sind eingetrudelt, lackiert und eingebaut. Die Bremsscheiben habe ich vor ein paar Wochen schon mal mit der Flex entrostet. Sie sind noch in super Zustand und werden, wie die Bremsbeläge, wieder verwendet. |
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März 2012.
Wir haben angefangen die Bremsleitungen zu verlegen. Ohne Fahrerhaus läßt sich allerdings nur grob peilen wo der Bremskraftverstärker und somit
die Leitungsenden liegen müssten. Und da "Scheisse, 3cm zu Kurz" oder "Kacke, naja das biegen wir dann eben so hin" nicht schön wäre, gab's 'ne
Planänderung. Bauen wir also erstmal den Auspuff. Komplett aus Edelstahl ist angesagt. Als "True Dual"-Anlage, also ein Abgasstrang pro Zylinderbank. Es folgten relativ langwierigen Diskussionen und Überlegungen "Wo lang mit dem verdammten Rohr" und "Wie willst'n die Enden haben?". Eigentlich schwebte mir vor, beide Rohre hinten rechts nebeneinander enden zu lassen. Problem 1: "Alter, iss ja Dein Karre, aber das sieht aus wie'n 3er". Problem 2: Der Gastank würde es kompliziert machen die Rohre wie gewollt nicht sichtbar zu verlegen. Alternative: Ein Rohr hinten links, das andere hinten rechts enden lassen. Problem 3: Beide Stränge sollten aus Performancegründen möglichst gleich lang sein. Also, mal wieder gar nicht so einfach. Naja..eigentlich doch, denn wir kehren zurück zu einer anderen klassischen Lösung...beide Rohre enden links vor dem Hinterrad. Kats, Dämpfer, Rohr und ein Edelstahl-schweissender Paul stehen schon bereit. Die Anlage solle möglichst in Baugruppen zerlegbar sein, damit man im Fall der Fälle nicht gleich die Flex zum Einsatz kommen muß. Stefan hat über Connections Anschweiss-Flansche lasern lassen, die Paul an Dämpfer und Kats geschweisst hat. Danke Mädelz! Dann ging's ans "Rohrverlegen". Messen, Anpassen, peilen, flexen, schweissen ... Ohne Anhaltspunkt wo die Endrohre wirklich sitzen sollten wird das alles nix. Darum haben wir mal eben die Ladefläche draufgelegt. Sie kommt wieder runter, weil sie ja noch komplett aufgearbeitet werden muß aber...was ein mords Grinsen es einem auf's Gesicht zaubert wenn man dann mal sieht wie hoch der Autowagen sein wird!! Selbstverständlich entbrannte auch über die Form der Auspuffenden eine längere Diskussion mit den bekannten Argumenten. Stefan's unschlagbarem Origamitalent ist nun schließlich der Finale Entwurf zu verdanken. :-) |
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April 2012. Am Auspuff geht's grad aus personaltechnischer Ressourcenknappheit nicht weiter. Daher geht's den Stoßstangen an den Chrom. Immer diese Entscheidungen. Chrom oder Schwarz? Mit oder ohne Plastikleisten? Oder vielleicht doch gänzlich eigene Stoßstangen aus Edelstahlrohr bauen? Für einen halben Tag stand der Plan "Schwarz ohne Plastikschronz". Also los, Schweißgerät klarmachen und die Befestigungslöcher der Plastikteile der hinteren Stoßstange zuschweissen. Sind nur ungefähr gefühlte 768 Stück... Beim fröhlichen Flexen und Schweissen schlich sich dann doch wieder die Überlegung ein "Oder vielleicht doch lieber mit Plastikschutzstreifen?" Das würde nämlich die Schweisserei an der vorderen Stoßstange ersparen, die zudem auch noch in relativ sehr gutem Zustand ist, verglichen mit der hinteren. Also erstmal Feierabend machen und ein paar Tage drüber grübeln. |
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Fortsetzung folgt! Letztes Update: 08.April 2012
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