
Mai 2008
Im Mai 2008 feierte ein befreundeter schweizer MC sein 25-jähriges Bestehen. Grund genug den Shovel zu satteln
und ´gen Süden zu brettern. Auf den letzten Touren Richtung Süden habe ich mich über die Autobahn gequält. Da ich diesmal ein
bisschen mehr Zeit, und keine Lust auf Autobahngeheize hatte, sollte es ausschließlich über Land- und Bundesstrassen zu den
Eidgenossen gehen.
An einem Donnerstag Ende Mai ging´s über Göttingen auf der B27 nach Fulda und weiter nach Würzburg. Von dort auf der B19 an Stuttgart vorbei,
weiter über die B297, B313 und B32 zum Bodensee. In einem kleinen Kaff, irgendwo im Nirgendwo in der Nähe des Bodensees haben
wir dann nen kleinen Zwischenstopp eingelegt und in einem Gasthaus übernachtet. Es begann bei Stuttgart eh zu regnen, so dass ich
nicht böse darüber war die letzten Kilometer bis zum Ziel nicht bei Dunkelheit und Dauerregen durch die Alpen gurken zu müssen. In echter
"Old School" 60er Jahre Einrichtung hab ich dann gepennt wie ein Stein, bevor es am nächsten Morgen, nach üppigem Frühstück,
weiter über Konstanz zum Ziel ging. Es lagen nach ca. 150 kurvenreiche Kilometer vor uns, die ich bei strahlendem Sonnenschein mit schleifenden
Trittbrettkanten zügig abspulte.
Im Zielort angekommen, auf dem Weg zum Clubhaus, begrüßten mich grölend einige Kumpel aus Schweden, die bereits den örtlichen Biergarten bevölkerten und in froher
Erwartung eines super Partywochenendes entspannt vorglühten. - Der Rest ist Geschichte... :-)
Den Samstag verbrachte ich damit, die Umgebung und einige nahe gelegene Pässe zu erkunden. Irgendwo bin ich an Hinweisschildern für ein Supermotoart-Rennen
vorbeigekommen und habe einen Abstecher zur Veranstaltung gemacht. - Hut ab...die Jungs können fahren!
Zurück auf dem Partygelände hab ich mich dann auf die Alteisensuche begeben und, zwischen haufenweise TwinCams und Japanern auch tatsächlich den ein oder anderen
alten Eimer entdeckt. - Bilder davon gibt´s auf der linken Seite zu sehen.
Am Sonntag ging´s dann zurück gen Heimat. Ein Kumpel hatte mich breitgeschlagen, den Autozug ab Lörrach zurück nach
Hildesheim zu nehmen. "Mach ich immer, iss ne super Sache". -- Genau. Total super. Genau mein Ding! Warum hab ich das nicht schon viel früher mal probiert!? Endlose Warterei auf die Abfahrt des Zuges,
in einem 5er Abteil mit Omma, Oppa und der 50-jährigen Tochter die noch immer daheim wohnt, kein Auge zukriegen und morgens um 5 völlig verpeilt zu Hause ankommen.
-- Nächstes Mal fahre ich garantiert wieder
mit dem Mopet zurück. Wenn´s sein muss auch liebend gern auf der Autobahn.....