Juli 2007 - Einmal mehr stand ein Trip in den Norden Schwedens an. Gute Freunde luden zur 25jahres Party ihres Clubs. Da muß man natürlich mal "kurz" vorbeischauen.

Hatte ich auf meinem Schwedentrip im letzten Jahr bei über 30°C geschmort, hieß uns Schweden diesmal mit Temperaturen unter 15°C [immerhin plus] und Dauerregen willkommen. Die einzige Abwechslung auf den folgenden 1.000km im Dauerregen war der Wechsel zwischen Regen und heftigem Regen. Ab und an, damit´s nicht so langweilig wurde, gab´s dann auch noch dichten Nebel. - Astrein. - Zum Glück wurde das Wetter besser je weiter wir nach Norden kamen. So konnten wir irgendwann die Regenpellen ausziehen und die letzten paar hundert Kilometer [wer zählt auf der Strecke schon ob´s 300 der 500 waren?!] bei Sonnenschein zurücklegen.

Irgendwann war´s dann geschafft. Angekommen. Mitternachssonne & Mücken.
Natürlich standen neben der Party, für die wir ja da hoch gegurkt waren, noch ein paar andere Sachen auf dem Zettel. Angeln, Boot fahren und Freunde besuchen. - Ein paar Bilder davon findest Du links. Das Bild [7.von oben] "Dämmerung mit Nebelschwaden am See" ist übrigens irgendwann zwischen 0:00 und 2:00 Uhr aufgenommen! Mitternachtssonne ist schon was Nettes.

Leider nimmt die Alteisendichte in Schweden ab je weiter man nach Norden fährt. Und da ich verdammt weit im Norden war, kamen auf ein "Pre-Evo-Bike" 10 TwinCams. Selbst Evos sind schon schwer zu finden...hätte ich denn nach welchen gesucht. -- Waren vor 10 Jahren auf genau dieser Party noch haufenweise Alteisen und radikale Umbauten im brutalsten Schwedenstil zu finden, standen da nun haufenweise halbserienmässige weichgespülte TwinCams. Unterhält man sich mit den Jungs heulen sie zwar alle ihren alten Karren hinterher, erzählen aber im selben Atemzug irgendwas von der neuen 2008er "FST-G-A-Y" [ich krieg die Buchstaben leider nicht mehr zusammen] die sie sich kaufen werden. Tja...those were the days. Ist vielleicht normal das man irgendwann einfach nur schnell [und vor allem] ankommen will wenn man 2-300 km bis zur nächst grösseren Stadt fahren muß.

Pflichtprogramm war ein Abstecher zum wöchentlichen US-Car-Treffen auf dem Kirchplatz des kleinen Städtchens. Einmal in der Woche trudelt hier einiges altes Ami-Eisen ein. Alte Ami-Schlitten gibt´s da oben jedenfalls reichlich - wie Ihr auf den Bildern sehen könnt. In Schweden und Finnland [Norwegen?] gibt´s übrigens eine eigene Szene - die Raggare - die oft in Clubs [mit Kutten und Colors] organisiert sind. Sie kurbeln dann nächtelang in vollbesetzten Amikarren, mit voll aufgedrehter Mucke durch die Städte. Vollbreit - versteht sich.

Ein echtes Highlight war für mich die Fahrt in diesem kompressorgetriebenen 700-PS Boliden. Unglaublich wie das Teil abging. Allein der Klang des Motors hat einem schon die Nackenhaare hochstehen lassen. Natürlich mit schwedischer Strassenzulassung - klar. Wenn man dann so -ohne Sicherheitsgurte- mit 180 Sachen und immernoch durchdrehenden Hinterreifen und halbschräger Driftlage auf einen Kreisverkehr zudonnert, könnte es einem schon ähnliche Spuren in die Unterhose zaubern, wie die, die die Reifen des Rods auf dem Asphalt der schwedischen Kleinstadt hinterließen.  
Wie immer war's viel zu schnell vorbei und mit der Rückfahrt neigte sich der Urlaub dem Ende zu.

10 Tage - so um die 4.500km - Kaum besonderen Vorkommnisse.